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Wenn am 31. Dezember 2013 die „Sanierungsmaßnahme Innenstadt“ in Eschershausen ihren Abschluss findet, werden rund 10 Millionen Euro in die grundlegende Sanierung und Umgestaltung des Zentrums der Raabestadt geflossen sein. Eschershäuser Bürgerinnen und Bürger, aber auch Besucher bestätigen: Die Anstrengungen haben sich gelohnt, Eschershausen hat sein Gesicht positiv verändert. Und mindestens genauso wichtig: Die Innenstadt ist hinsichtlich Bausubstanz, sowie Ver- und Entsorgung fit für die Zukunft.

Nach langer intensiver Vorarbeit in den 1990er Jahren konnte Stadtdirektor Friedrich Mönkemeyer im Jahr 2000 Rat und Verwaltung den Bewilligungsbescheid „Sanierungsmaßnahme Innenstadt“ vorlegen. Eschers- hausen war somit in das Förderprogramm aufgenommen; damit war eine Finanzierungszusage von zwei Dritteln der Kosten seitens Bund und Land verbunden. Da es bereits ein ausgearbeitetes strategisches Stadtleitbild und Entwicklungsprogramm gab und diverse Maßnahmen auch bereits außerhalb der Stadtsanierung umgesetzt waren (Worthstraße und Raabebrunnen) konnten die verbleibenden Schritte nun in einen Zeit- und Finanzierungsplan gegossen und angegangen werden.

Zunächst wurden die Häuser Steinweg 25 und 27 abge- rissen, es erfolgte der Durchstoß zur Lenne, die Anlage des Parkplatzes Innenstadt und die rückwärtige Erschließung des Stadtparks. Auf der anderen Seite der B64 stand die Sanierung des Kirchenumfeldes mit den Straßenzügen „Stadtbergstraße“ und „An der Kirche“ bis zur Driebe und zum Markt an. Weiter ging es mit der Anlage der Planstraßen A und B (heute Otto-Elster-Platz), mit dem Abriß der Häuser Steinweg 5 und 7, der Umgestaltung Steinweg 9 und dem Bau der öffentlichen Toiletten. Weichen mußte auch das Haus Marktplatz 1 (ehemalige Pizzeria und Eisdiele).

Glücklicherweise konnten im Laufe der Zeit auch noch private Investoren gewonnen werden, so dass z.B. der alte Penny-Markt und das unmittelbare Umfeld (Stein- weg 29 bis 33) abgerissen und durch einen Neubau ersetzt ersetzt werden konnten. Privat investiert wurde auch in den Neubau der Wilhelm-Raabe-Residenz - heute sicher ein stadtbildprägendes Gebäude am neuen Otto-Elster-Platz, in das Haus Steinweg 6 (Tintenklex), sowie in diverse Fassadenerneuerungen. Sorgte die Grundsanierung der B64 im Bereich der Ortsdurchfahrt Eschershausen in den Jahren 2009 und 2010 für massive Beeinträchtigungen bei Bürgern und vor allem bei der Geschäftswelt, war es dennoch ein Glücksfall, dass die Straßenbaumassnahmen und damit verbunden die Mo- dernisierungen der Trink-, Schmutz- und Regenwasserkanäle/-leitungen in dieser Zeit mitgemacht werden konnten.

Die Genehmigungsbehörde überraschte 2008 mit der Auflage, einen Mini-Kreisverkehrsplatz zu schaffen, um den Verkehr zu verlangsamen und somit die Ausfahrt Otto-Elster-Platz zu gewährleisten. Dies wurde genauso erfüllt und finanziert, wie die ansprechende Pflasterung bis zur Straße „Vor dem Tore“ und Teile Steinweg. Der freigelegte und mäandernde Salzbach zieht sich von der B64 durch den Otto-Elsterplatz und den Stadtpark bis zur Lenne. Der gesamte Bereich ist nun Eschershausens neuer zentraler Stadtkern.

Der bislang letzte große, auch finanziell anspruchsvolle „Brocken“ war der Rückbau der Häuser Steinweg 8 (Bäckerei Lucé) und Stadtbergstraße 2 (Hotel Vogel). Hier sind nun ein Busparkplatz und PKW-Parkplätze entstanden; die schöne Ansicht konnte mit einer ortstypischen Sandsteinmauer ansprechend hergestellt werden.

Bemerkenswert ist übrigens, dass sich bei der Umsetzung und Verwirklichung des Mammutprojektes „Sanierungsmaßnahme Innenstadt“ Rat und Verwaltung immer einig waren, z.B. auch beim Verkauf der Straßenbeleuchtung, um mit dem Erlös den letzten Teil der Stadtsanierung gegenfinanzieren zu können. Erwähnenswert ist auch, dass bereits frühzeitig die Bürgerinnen und Bürger beteiligt wurden, um über die Gestaltung der neuen Mitte mitbestimmen zu können. So entspricht die komplette Gestaltung des Salzbaches, sowie die Farbgebung der Pflasterung dem Bürgerwillen und wurde auch so vom Verwaltungsausschuss und Rat übernommen. Im Jahr 2013 werden noch kleinere Maßnahmen abgeschlossen, bzw, umgesetzt. Auch der Rathausvorplatz wird noch umgestaltet.

Abschließend noch ein Blick auf die Finanzierung (alles gerundete Zahlen): Im Rahmen der Sanierungsmaßnahme Innenstadt investierten Bund und Land 3,3 Millionen Euro und die Stadt Eschershausen 1,9 Millionen Euro. 1,3 Mio entfielen auf den Ausbau der B64, Ortsdurchfahrt Eschershausen von der Bahnhofstraße bis zur Brauhauskreuzung. Der Wasserverband gab für den Stadtberg 220.000 Euro aus, beim Steinweg waren es 85.000 Euro. 1,6 Mio Euro investierte des Wasserverband in die Trinkwasserleitungen, sowie die Schmutz-, und Regenwasserkanäle im Bereich der Ortsdurchfahrt Eschershausen. Ca.1,5 Mio entfielen auf private Maßnahmen (Penny-Markt, Wilhelm-Raabe-Residenz, Tintenklex, sowie diverse Fassadenerneuerungen im Sanierungsgebiet.

Andreas Fischer